15.05 Hippotherapie
Auf der Love-Parade in Berlin tanzen jedes Jahr bis zu 1.5 Millionen Menschen zu dem in Herz und Nieren gehenden Rhythmus der Techno-Musik.
Stellt sich die Frage; was dieses zum Teil nervenaufreibende „bummbummbumm“ – sofern man nicht gerade in der wogenden Masse mittanzt- mit dem Reitsport und der Hippotherapie zu tun hat. Es ist der Takt. Techno pulsiert mit 160 „beats per minute ( Impulse, Schwingungen oder Wellen)
Gleiches tut ein Pferd – die Grundlage für die sogenannte Hippotherapie. Dazu später mehr………
Das Reiten als Therapie untergliedert sich in verschiedene Bereiche, die zur Therapierung von z. Beispiel Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern bis hin zu spastisch gelähmten Menschen im Rollstuhl eingesetzt werden. Sinn und Zweck ist dabei nicht nur die physische Linderung der meist unheilbaren Krankheiten und Beschwerden. Besonders der emotional-ideelle Aspekt gibt Menschen, die von der Gesellschaft als Randgruppe gemieden werden ( das ist leider immer noch bittere Realität) wieder Hoffnung. Selbstvertrauen und Lebensqualität. Die Bereicherung des Lebens durch die Harmonisierung von Psyche, Geist und Körper ist ja für uns gestresste Neuzeitmenschen, die wir uns als normal empfinden, schon eine Art entspannender, ausgleichender Jungbrunnen. Für diejenigen aber, denen das Schicksal, ein Unfall oder die Genetik der Vorfahren übel mitgespielt haben, bedeutet der psychosomatische Zusammenklang durch den Partner „Pferd“ das Non plus ultra.
Die Hippotherapie ist kurz gesagt die Krankengymnastik auf der „Turnmatte“ Pferd. Spastisch Gelähmte, Rollstuhlfahrer, halbseitig gelähmte (Hemiparese) etc. können bei der Hippotherapie auf neurologischer Grundlage das Gefühl des Gehens und längst vergangener Mobilität wieder erspüren.
Die Hippotherapie wird ohne Sattel mit direktem Kontakt zum Pferdekörper durchgeführt. Durch die „schaukelnde Bewegung“ des Pferdes wird dem Patient das Gefühl des normalen Gehens vermittelt, wobei den Eingans erwähnten 160 Impulsen /Minute eine imense Bedeutung zukommen. Durch diesen Takt werden alle Muskelgruppen im Körper angesprochen. Wenn ein konventioneller Krankengymnast und ein Therapiepferd einen Wettbewerb gegeneinander antreten würden, dessen Ziel die Beweglichkeit eines spastisch Gelähmten zu verbessern wäre, das Pferd würde Sieger sein.
Ein konventioneller Therapeut kann in 60 Minuten nicht das erreichen, was die Hippotherapie in 20 Minuten schaffen kann. Die durch die Pferdebewegung geschaffenen Reize aktivieren nämlich den gesamten sensorischen und motorischen Teil des menschlichen Nervensystem
Für den Inhalt Verantwortliche : Andrea Kupka / Fachlich Dörte Krüger .
Kosten etwa : ab 20 € - 35 € pro 20-30 Minuten
Kostenübernahme möglich. Chancen bei Kindern gut. Erwachsene weniger
Auskunft : Therapeutisches Reit-Zentrum Langenfeld Dörte Krüger Tel 02173-73803
Mitglied im DKThR e.V Deutsches Kuratorium f. Therapeutisches Reiten e.V