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	<title>Verein zur Unterstützung von Wachkoma-Patienten</title>
	<link>http://www.wachkoma-hilden.de/wordpress</link>
	<description>ein Mensch - ein Leben - ein Zustand - zwei Welten</description>
	<pubDate>Sun, 01 Aug 2010 10:29:00 +0000</pubDate>
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		<title>als Angeh&#246;riger&#8230;.</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Mar 2009 15:25:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wilfried Breer</dc:creator>
		
	<category>Allgemein</category>
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		<description><![CDATA[Guten Tag und willkommen auf unseren internet Seiten
In der zur&#252;ck liegenden Zeit seit 2001 (eigenes Schicksalsjahr), nach dem bis heute unfassbaren Ereignis, traf ich viele Gleichbetroffene. F&#252;hrte mit Ihnen ausf&#252;hrliche und f&#252;r mich informative und lehrreiche Gespr&#228;che. Daraus ergab sich die Erkenntnis, das nach dem schweren Schock &#252;ber die pl&#246;tzliche Ver&#228;nderungen, welche ein Wachkoma Schicksal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Guten Tag und willkommen auf unseren internet Seiten</p>
<p>In der zur&#252;ck liegenden Zeit seit 2001 (eigenes Schicksalsjahr), nach dem bis heute unfassbaren Ereignis, traf ich viele Gleichbetroffene. F&#252;hrte mit Ihnen ausf&#252;hrliche und f&#252;r mich informative und lehrreiche Gespr&#228;che. Daraus ergab sich die Erkenntnis, das nach dem schweren Schock &#252;ber die pl&#246;tzliche Ver&#228;nderungen, welche ein Wachkoma Schicksal in das Leben des Betroffenen und seiner Angeh&#246;rigen bringt, nichts mehr so ist wie es soeben noch war, eine bittere Erfahrung zudem gemacht wird. Man ist mit diesem Ereignis allein. Mit all den Problemen und Fragen. Keiner will oder kann helfen. Zu komplex und individuell ist Wachkoma. Bundesweit agierende Verb&#228;nde sind aus eigener und anderer Angeh&#246;riger Erfahrungen nur bedingt in der Lage oder Willens, direkte Hilfe und Unterst&#252;tzung vor Ort anzubieten. In der Regel ist eine Mitgliedschaft erste Voraussetzung zur Unterst&#252;tzung. Zudem bieten die Verb&#228;nde wenig Transparenz und besitzen keine oder nur geringe Strukturen. Von funktionierender und fl&#228;chendeckender Hilfe kann absolut keine Rede sein. Die Unterschiede in den einzelnen Bundesl&#228;ndern sind &#228;u&#223;erst gro&#223; und absolut unverst&#228;ndlich.<br />
<span />In den Gespr&#228;chen mit Angeh&#246;rigen musste und konnte ich die berechtigten &#196;ngste und N&#246;te der betroffenen Angeh&#246;rigen kennen lernen. Ich musste erfahren mit welchen, oftmals unn&#246;tigen jedoch vom Staat geforderten, Sorgen und Problemen diese Personen sich t&#228;glich auseinander setzen m&#252;ssen. Als selber betroffener Angeh&#246;riger bin ich in der Lage, all dies zu verstehen und auch nach zu empfinden. Ich erlebe und durchlebe es ja seit 2001 selber t&#228;glich mit meiner Familie.<br />
<span />Unser Staat mit seinen Strukturen, dem real existierenden Sozial- und Gesundheits-wesen, ist nicht in der Lage Hilfe und Unterst&#252;tzung f&#252;r alte, kranke, behinderte und sozial schwache B&#252;rger in menschenw&#252;rdiger Weise zu bieten. Ein auf Minutenhilfe getrimmtes Pflegesystem kann nicht in der Lage sein, pflege- bzw. schwerstpflegebed&#252;rftigen  Menschen die ihnen angemessene und mittels Grund-gesetz garantierte Pflege und Betreuung zukommen zu lassen.<br />
<span />Wachkoma-Betroffene ben&#246;tigen viel Pflege, aufw&#228;ndige Betreuung, sehr viel F&#252;rsorge, Liebe und Zuwendung und eine Bezugsperson. Alles Dinge die in einem Zeitgeregelten System nicht funktionieren k&#246;nnen. Der Aufwand w&#228;re ; kaufm&#228;nnisch unklug und wirtschaftlich nicht effektiv (amtsdeutsch). Somit bleibt der Hilflose automatisch auf der „Strecke“. Diese Anforderungen kann nur die h&#228;usliche Pflege und Betreuung erf&#252;llen. Doch diese wird weder entsprechend unterst&#252;tzt noch gef&#246;rdert. Es wird nur geredet, anstatt zu handeln.<br />
<span />Eine angespannte Finanzsituation im Gesundheitswesen, hervorgerufen durch Missmanagement in den Institutionen und nicht von den Versicherten, wie man uns immer wieder Glauben machen will, l&#228;sst menschenw&#252;rdige Hilfe, Pflege und Unterst&#252;tzung zur Farce werden. Vor allem im Gesundheitswesen und der Pflegeversicherung m&#252;ssen betroffene Menschen daher f&#252;rchten bzw. es erleben, ohne Rehabilitation, fach&#228;rztlicher Untersuchung, therapeutischer und pflegerischer Hilfe und Unterst&#252;tzung und Ma&#223;nahmen, einfach abgeschoben zu werden.<br />
<span />Abgeschoben aus Kostengr&#252;nden. Vergessen weil medizinisch nicht mehr heilbar, unterern&#228;hrt weil Zeit zum „essen geben“ fehlt und noch einige Dinge mehr.  Ich musste erleben, dass durch Wachkoma-Betroffene Kinder und Jugendliche in Altenheimen untergebracht waren. Abgeschoben in f&#252;r sie v&#246;llig falsche Einrichtungen. Aus Kostengr&#252;nden in Einrichtungen unter Alten und Demenzkranken. Abgelegt und vergessen, nach der Devise, die merken ja doch nichts mehr. Sie k&#246;nnen ja doch nicht h&#246;ren, f&#252;hlen, sehen, schmecken, riechen und empfinden. Ein riesengro&#223;er Irrtum, das ist der Medizin und unseren Verantwortlichen sehr wohl bekannt.<br />
<span />So wichtig eine Versorgung, Pflege und Rehabilitation f&#252;r den Betroffenen, ebenso wichtig und intensiv sollten Information, Beratung und Begleitung der Angeh&#246;rigen sein. Es sollte eine Selbstverst&#228;ndlichkeit sein.<br />
<span />Der Staat mit seinen Institutionen kann und will sich dieser Verantwortung nicht stellen. Deshalb versuchen wir es. Wir als Selbstbetroffene. Als Angeh&#246;rige.<br />
<span />Als betroffene Angeh&#246;rige &#252;bernehmen wir die Aufgaben und stellen uns der Herausforderung und Verantwortung. Es w&#252;rde wesentlich besser und effektiver funktionieren, lie&#223;e uns der Staat dabei in Ruhe. Am Wirkungsvollsten w&#228;re es, er w&#252;rde uns dabei unterst&#252;tzen. W&#252;rde unser Wissen, unsere Erfahrungen annehmen.</p>
<p>Anmerkung:<br />
Das ist jedoch zuviel verlangt. Angeh&#246;rige und somit auch B&#252;rger, m&#252;ssen &#8220;dumm&#8221;gehalten werden. Aufkl&#228;ren weshalb ? Unterst&#252;tzen weshalb ? Hilfe leisten weshalb ?Jemand der in diesem Staat politische Verantwortung tr&#228;gt bzw. tragen sollte, wird sich niemals mit Wachkoma auseinandersetzen m&#252;ssen, denn er kann aufgrund seines Status gar nicht in die finanzielle und b&#252;rokratische Abh&#228;ngig kommen wie ein normal B&#252;rger bzw. gesetzl. Versicherter.</p>
<p>Mit einem selbsterlebten Beispiel m&#246;chten wir schlie&#223;en. Der Verein hatte  Besuch von einem in der Bundesrepublik sehr bekannten Mitglied des Bundestages. Anla&#223;, an der Basis (?) einmal die Probleme Betroffener zu h&#246;ren. Einige Mi&#223;st&#228;nde konnten aufgezeigt werden, Ge&#228;ndert hat sich bisher, seitdem sind 5 Jahre vergangen, nichts. Wir besuchten auch ohne vorherige Ank&#252;ndigung eine &#246;rtliche Arztpraxis. Behandlung am Empfang durch die &#8221; Helferlein &#8221; wie immer, unfreundlich, abweisend und wenig Verst&#228;ndnis zeigend. Nachdem wir aber unseren Gast geoutet hatten verlief alles anders. Pl&#246;tzlich war alles freundlich, zuvorkommend und wir wurden &#8220;hofiert. Auch  &#8220;Herr Doktor&#8221; war zu einem Gespr&#228;ch mit unserem Gast bereit, obwohl er dies ja nicht von der  Kasse bezahlt bekamm war pl&#246;tzlich daf&#252;r auch Zeit ausreichend vorhanden. Es braucht wohl nicht geschildert werden wieviel Unmut dies im Wartezimmer hervorrief als es bekannt wurde.</p>
<p>Deshalb, Betroffene und Angeh&#246;rige, la&#223;t Euch nicht abwehren, jeder Mensch hat das Recht freundlich behandelt zu werden.</p>
<p>Hinweis:<br />
**Die Erkl&#228;rungen in unserer Brosch&#252;re zum Wachkoma erheben nicht den Anspruch diesen Zustand mit medizinischen Begriffen, Erkl&#228;rungen und Informationen abzuhandeln. Es sollen vielmehr eigene Erfahrungen, Erlebnisse und Erkenntnisse betroffener Angeh&#246;riger weiter vermittelt werden. Die Brosch&#252;re erhebt auch nicht den Anspruch auf Vollst&#228;ndigkeit</p>
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