Projekt Hippotherapie

13. März 2009

Guten Tag und willkommen auf unseren internet Seiten

Unser Verein unterstützt seit Jahren im Rahmen seiner finanziellen Mittel Betroffene und deren Angehörige, z. Beispiel Zuschuss für Therapien. Insbesondere die Hippotherpaie (siehe auch Button Therapien>Hippotherapie-rechte Seite) wird durch den Verein gefördert. Mit dem nachstehenden Aufruf bitten wir uns durch Spenden dabei behilflich zu sein, das diese helfende Therapie auch weiterhin Betroffenen zugute kommen kann. Der Verein ist beim FA Hilden als gemeinnützig anerkannt. Spenden können steuerlich geltend gemacht. Bei Spenden bis 200 € reicht der Überweisungsbeleg als Nachweis. Bei Spenden darüber ergeht automatisch eine Spendenquittung an den Spender -Bitte die komplette Anschrift nicht vergessen- auf Wunsch erhält jedoch jeder Spender eine Spendenquittung -bitten dann um Kontaktaufnahme
Wir sagen im voraus herzlichen Dank für Ihre Unterstützung

Reittherapie für erwachsene Schwerstbehinderte, z. Beispiel Wachkoma-Betroffenen
Reiten bedeutet für neurologisch celebral schwerst geschädigte Menschen ein Stück Lebensqualität. Mensch und Tier als eine Einheit, der Therapeut zudem ausgebildeter Reitlehrer, das Pferd in der Lage bis zu zwei erwachsene Menschen tragen zu können, dann wird die Reittherapie nicht nur zum Erlebnis, sondern es werden Fortschritte erzielt wie es mit keiner anderen Therapieart möglich ist. Auch bei Wachkoma-Patienten kann, entgegen der Auffassung vieler Mediziner, diese Therapie Erfolg versprechend angewandt werden.

Doch es gilt erst einige Hindernisse und Hürden abzubauen, damit diese Therapie auch erwachsenen Menschen im Wachkoma zugute kommen kann
- da ein Wachkoma-Patient sich selber weder bewegen noch kommunizieren kann, jedoch äußerst schreckhaft auf alles reagiert was er nicht kennt, sind entweder technische Hilfsmittel oder mindestens drei Personen notwendig um die Betroffenen auf`s Pferd heben zu können
- nur wenige Menschen, auch und gerade geschulte Pflegekräfte, verweigern diesen Kraftakt unter Hinweis auf eigene gesundheitliche Schäden, z. Beispiel Rücken, Bandscheibe etc.
- in den meisten therapeutischen Reitzentren ist oft auch Personalmangel der Grund derartige, mit viel Aufwand zu erbringende Therapien abzulehnen
- die Pferde müssen äußerst geschult sein, nicht schreckhaft sein, geduldig und sehr aufmerksam sowie dauerhaft große Lasten tragen können
(2 Erwachsene = mindestens 150 Kg)
- solche Pferde sind aufgrund dieser Anforderungen sehr teuer in der Anschaffung, zudem rechnet sich dieses unter Berücksichtigung der kurzen Zeitdauer seines Einsatzes wirtschaftlich kaum
- daraus resultierend ist dem Verein bekannt, dass es in ganz Nordrhein-Westfalen sehr wahrscheinlich nur ein therapeutisches Reitzentrum gibt, in denen erwachsene Menschen die Reittherapie regelmäßig und dauerhaft erfahren können
- zudem muss ein Reitzentrum vom Kuratorium Deutscher Reitervereinigung nicht nur geprüft, sondern auch deren Zulassung erhalten haben – ein Reitzentrum dieser Art befindet sich in Langenfeld, das therapeutische Reitzentrum D. Krüger . Düsseldorfer Strasse, erfüllt die notwendigen Anforderungen
- die Reit- bzw. Hippotherapie ist nicht anerkannt - somit müssen die Reitstunden Privat gezahlt werden. Für bereits finanziell stark beeinträchtigte Betroffene oft nicht möglich.

Um dennoch möglichst vielen Betroffenen diese Therapie zu ermöglichen, unterstützt der Verein zur Unterstützung von Wachkoma-Patienten aus Hilden, das Reitzentrum bereits seit Jahren im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeiten. Unter anderem wurden Wachkoma-Patienten durch finanzielle Zuschüsse die Möglichkeiten zur Therapieteilnahme gegeben. Auch spezielle Ausrüstungsgegenstände konnten mit finanzieller Unterstützung durch den Verein beschafft werden.

Das Reitzentrum, in dem Behinderte und Angehörige gleichermaßen Bestandteil des Ganzen sind, benötigt für ein dauerhaftes Reittherapieangebot für erwachsene Behinderte unbedingt ein zusätzliches Pferd. Ein Tier, das allen Anforderungen an ein Therapiepferd gerecht wird.
In Langenfeld werden nicht nur geistig und körperlich behinderte Kinder therapiert, sondern auch erwachsene Behinderte. Dazu zählen z. Beispiel MS und Wachkoma-Patienten. Aus vorerwähnten Gründen ist man hier jedoch auch nur in der Lage, Erwachsene in begrenzter Anzahl zu therapieren. Zur Zeit werden dort etwa 10-12 Schwerstbehinderte Erwachsene, Wachkoma- Patienten und MS-Betroffene, mittels Reittherapie therapiert. Mehr geht nicht, weil lediglich zwei Pferde für derartige Angebote zur Verfügung stehen. Jedoch nur ein Pferd, namens „Lektor“, erfüllt alle aufgeführten Anforderungen. Alle Erwachsenen werden und können nur mit diesem Pferd therapiert werden. Lektor ist aber bereits über 21 Jahre alt und es ist absehbar, wann dieses Tier seinen wohlverdienten Ruhestand antreten muss. Ersatz gibt es bisher Fällt Lektor aus, dann fallen auch alle Therapiestunden für Erwachsene aus.

Der Verein zur Unterstützung von Wachkoma-Patienten möchte daher das Therapiezentrum bei der Anschaffung eines zusätzlichen Pferdes, im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeiten unterstützen. Hierfür stehen Kosten von etwa 10.000 € zur Beschaffung an. Um diesen Betrag zusammen tragen zu können benötigt der Verein Unterstützung. Alleine wird er es nicht schaffen können. Viele weitere Spender und Sponsoren werden benötigt um den Betrag zusammen zu bekommen. Wir bitten daher Jedermann um Hilfe und Unterstützung. Jede noch so kleine Spende hilft das Ziel zu verwirklichen. Wir garantieren die Zweckgebundene Verwendung und den öffentlichen Nachweis durch die Medien. Auf Wunsch erhalten Spender einer finanziellen Zuwendung eine gesonderte Mitteilung, sobald das Ziel erreicht und ein Pferd beschafft werden konnte. Wir bitten uns diesen Wunsch dann mitzuteilen.
Alle Zuwendungen sind steuerlich absetzfähig, da der Verein beim Finanzamt Hilden mit Steuer-Nr. 135/5792/3440 als gemeinnützig anerkannt ist.

Wir hoffen und wünschen, das sich viele Menschen unserem Aufruf anschließen und Menschen mit besonders schwerem Handicap dadurch auch weiterhin die Hippotherapie gewährleistet werden kann.

Auf Anforderung erhalten Nichtbetroffene Interessierte kostenlos unsere Broschüre zum Schicksal. Zur Beantwortung möglicher Fragen stehen wir gerne zur Verfügung.
Wir geben gerne weitere Einblicke in das besondere Schicksal von Wachkoma-Betroffenen und deren Angehörige –

Bitte helfen Sie uns und den Behinderten
Bankverbindung Volksbank Remscheid-Solingen
BLZ 340 600 94
Konto 6844310
Stichwort „Therapiepferd“ bitte nicht vergessen

Vorwort aus unserer kostenlosen Broschüre:

In der zurück liegenden Zeit seit 2001 (eigenes Schicksalsjahr), nach dem bis heute unfassbaren Ereignis, traf ich viele Gleichbetroffene. Führte mit Ihnen ausführliche und für mich informative und lehrreiche Gespräche. Daraus ergab sich die Erkenntnis, das nach dem schweren Schock über die plötzliche Veränderungen, welche ein Wachkoma Schicksal in das Leben des Betroffenen und seiner Angehörigen bringt, nichts mehr so ist wie es soeben noch war, eine bittere Erfahrung zudem gemacht wird. Man ist mit diesem Ereignis allein. Mit all den Problemen und Fragen. Keiner will oder kann helfen. Zu komplex und individuell ist Wachkoma. Bundesweit agierende Verbände sind aus eigener und anderer Angehöriger Erfahrungen nur bedingt in der Lage oder Willens, direkte Hilfe und Unterstützung vor Ort anzubieten. In der Regel ist eine Mitgliedschaft erste Voraussetzung zur Unterstützung. Zudem bieten die Verbände wenig Transparenz und besitzen keine oder nur geringe Strukturen. Von funktionierender und flächendeckender Hilfe kann absolut keine Rede sein. Die Unterschiede in den einzelnen Bundesländern sind äußerst groß und absolut unverständlich.
In den Gesprächen mit Angehörigen musste und konnte ich die berechtigten Ängste und Nöte der betroffenen Angehörigen kennen lernen. Ich musste erfahren mit welchen, oftmals unnötigen jedoch vom Staat geforderten, Sorgen und Problemen diese Personen sich täglich auseinander setzen müssen. Als selber betroffener Angehöriger bin ich in der Lage, all dies zu verstehen und auch nach zu empfinden. Ich erlebe und durchlebe es ja seit 2001 selber täglich mit meiner Familie.
Unser Staat mit seinen Strukturen, dem real existierenden Sozial- und Gesundheits-wesen, ist nicht in der Lage Hilfe und Unterstützung für alte, kranke, behinderte und sozial schwache Bürger in menschenwürdiger Weise zu bieten. Ein auf Minutenhilfe getrimmtes Pflegesystem kann nicht in der Lage sein, pflege- bzw. schwerstpflegebedürftigen  Menschen die ihnen angemessene und mittels Grund-gesetz garantierte Pflege und Betreuung zukommen zu lassen.
Wachkoma-Betroffene benötigen viel Pflege, aufwändige Betreuung, sehr viel Fürsorge, Liebe und Zuwendung und eine Bezugsperson. Alles Dinge die in einem Zeitgeregelten System nicht funktionieren können. Der Aufwand wäre ; kaufmännisch unklug und wirtschaftlich nicht effektiv (amtsdeutsch). Somit bleibt der Hilflose automatisch auf der „Strecke“. Diese Anforderungen kann nur die häusliche Pflege und Betreuung erfüllen. Doch diese wird weder entsprechend unterstützt noch gefördert. Es wird nur geredet, anstatt zu handeln.
Eine angespannte Finanzsituation im Gesundheitswesen, hervorgerufen durch Missmanagement in den Institutionen und nicht von den Versicherten, wie man uns immer wieder Glauben machen will, lässt menschenwürdige Hilfe, Pflege und Unterstützung zur Farce werden. Vor allem im Gesundheitswesen und der Pflegeversicherung müssen betroffene Menschen daher fürchten bzw. es erleben, ohne Rehabilitation, fachärztlicher Untersuchung, therapeutischer und pflegerischer Hilfe und Unterstützung und Maßnahmen, einfach abgeschoben zu werden.
Abgeschoben aus Kostengründen. Vergessen weil medizinisch nicht mehr heilbar, unterernährt weil Zeit zum „essen geben“ fehlt und noch einige Dinge mehr.  Ich musste erleben, dass durch Wachkoma-Betroffene Kinder und Jugendliche in Altenheimen untergebracht waren. Abgeschoben in für sie völlig falsche Einrichtungen. Aus Kostengründen in Einrichtungen unter Alten und Demenzkranken. Abgelegt und vergessen, nach der Devise, die merken ja doch nichts mehr. Sie können ja doch nicht hören, fühlen, sehen, schmecken, riechen und empfinden. Ein riesengroßer Irrtum, das ist der Medizin und unseren Verantwortlichen sehr wohl bekannt.
So wichtig eine Versorgung, Pflege und Rehabilitation für den Betroffenen, ebenso wichtig und intensiv sollten Information, Beratung und Begleitung der Angehörigen sein. Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein.
Der Staat mit seinen Institutionen kann und will sich dieser Verantwortung nicht stellen. Deshalb versuchen wir es. Wir als Selbstbetroffene. Als Angehörige.
Als betroffene Angehörige übernehmen wir die Aufgaben und stellen uns der Herausforderung und Verantwortung. Es würde wesentlich besser und effektiver funktionieren, ließe uns der Staat dabei in Ruhe. Am Wirkungsvollsten wäre es, er würde uns dabei unterstützen. Würde unser Wissen, unsere Erfahrungen annehmen.

Anmerkung:
Das ist jedoch zuviel verlangt. Angehörige und somit auch Bürger, müssen “dumm”gehalten werden. Aufklären weshalb ? Unterstützen weshalb ? Hilfe leisten weshalb ?Jemand der in diesem Staat politische Verantwortung trägt bzw. tragen sollte, wird sich niemals mit Wachkoma auseinandersetzen müssen, denn er kann aufgrund seines Status gar nicht in die finanzielle und bürokratische Abhängig kommen wie ein normal Bürger bzw. gesetzl. Versicherter.

Mit einem selbsterlebten Beispiel möchten wir schließen. Der Verein hatte  Besuch von einem in der Bundesrepublik sehr bekannten Mitglied des Bundestages. Anlaß, an der Basis (?) einmal die Probleme Betroffener zu hören. Einige Mißstände konnten aufgezeigt werden, Geändert hat sich bisher, seitdem sind 5 Jahre vergangen, nichts. Wir besuchten auch ohne vorherige Ankündigung eine örtliche Arztpraxis. Behandlung am Empfang durch die ” Helferlein ” wie immer, unfreundlich, abweisend und wenig Verständnis zeigend. Nachdem wir aber unseren Gast geoutet hatten verlief alles anders. Plötzlich war alles freundlich, zuvorkommend und wir wurden “hofiert. Auch  “Herr Doktor” war zu einem Gespräch mit unserem Gast bereit, obwohl er dies ja nicht von der  Kasse bezahlt bekamm war plötzlich dafür auch Zeit ausreichend vorhanden. Es braucht wohl nicht geschildert werden wieviel Unmut dies im Wartezimmer hervorrief als es bekannt wurde.

Deshalb, Betroffene und Angehörige, laßt Euch nicht abwehren, jeder Mensch hat das Recht freundlich behandelt zu werden.

Hinweis:
**Die Erklärungen in unserer Broschüre zum Wachkoma erheben nicht den Anspruch diesen Zustand mit medizinischen Begriffen, Erklärungen und Informationen abzuhandeln. Es sollen vielmehr eigene Erfahrungen, Erlebnisse und Erkenntnisse betroffener Angehöriger weiter vermittelt werden. Die Broschüre erhebt auch nicht den Anspruch auf Vollständigkeit