Verein zur Unterstützung von Wachkoma-Patienten
Therapien
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Therapiemaßnahmen

Schlaganfall – Verkehrsunfall – Herz-Kreislauf-Stillstand – Ertrinkungen usw. bedeuten für die direkt Betroffenen und deren Angehörige oft völlige Hilflosigkeit, auf Zeit oder für den Rest ihres Lebens.

Therapien können helfen Leid, Krankheiten und Zustände zu bessern

Welche Therapien sind auch bei Menschen mit celebraler Schädigung anwendbar ?
Da sind zum einen vor allem die klassischen Therapiearten zu nennen.
· Krankengymnastik
· Physiotherapie
· Ergotherapie
· Logopädie
Die Kosten dieser Therapien werden in der Regel von den zuständigen Kassen übernommen
Erklärungen zu diesen Therapien ersparen wir uns, sie sind ausreichend bekannt.
Fragen hierzu können alle Therapiezentren und die Fachtherapeuten erteilen.

Dann die Therapien, die zwar mehr helfen können, deren Kosten von den Kassen jedoch nicht oder in den seltensten Fällen übernommen werden.
· Craniosacrale Therapie
· Musiktherapie
· Snoezelen
· Biofeedback, manuell
· Hippotherapie (Pferd )
· Canistherapie (Hund) **
· Delphintherapie
· Tomatistherapie
· intensiv Therapien
· spezielle Untersuchungen usw.

                      Bewegung ist Leben – Leben ist Bewegung
körperliches Wohlbefinden hilft Stress und Angst abzubauen, fördert Vertrauen in Geist und Körper und hat positiven Einfluss auf den Stoffwechsel

Die zu den einzelnen Therapien gemachten Ausführungen erheben nicht den Anspruch auf Vollständigkeit, nicht den Anspruch konkret und detailliert zu informieren. Sie dienen lediglich der Information und Hinweis auf möglicherweise bisher unbekannter therapeutischer Maßnahmen zur Anwendung bei kranken und pflegebedürftigen Menschen. Zudem soll mit einfachen Worten in kurzer Ausführung der Versuch unternommen werden, die Therapiemaßnahmen oberflächlich vorzustellen. Einwände, Kritik oder Ergänzungen können entweder direkt an den/die Verfasser oder über die Selbsthilfekontaktstelle an den/die Verfasser getätigt werden.

Therapien / Vorwort
Erwartungen und/oder Hoffnungen ?

Hier sollen mögliche, zum Teil unbekannte Therapien für schwerstkranke, schwerstpflegebedürftige z. Beispiel cerebral geschädigte Menschen vorgestellt werden. Es wird Menschen geben bei denen diese Therapien Erfolge zeigen, es wird aber auch immer Menschen geben, bei denen keine Erfolge sichtbar werden. Unbekannte Therapien sollten möglichst ohne eine Erwartungshaltung begonnen werden. Erwartungen könnten nicht erfüllt werden und somit wäre eine Enttäuschung vorprogrammiert. Deshalb ist es wichtig, vor Beginn einer Therapie sich über realistisch zu erreichende Therapieziele Gedanken zu machen. Erwartet man von einer Therapie Heilung, so wird man enttäuscht werden. Eine Therapie kann nie heilen – fachlich fundiert, mit der notwendigen Einstellung aller Beteiligten und zum richtigen Zeitpunkt angewandt, kann sie kann jedoch dazu beitragen, die Lebensqualität betroffener Menschen zu verbessern.

Therapien sollten betreffs der Kosten generell auch im Verhältnis zum erreichbaren Ziel = Erfolg stehen. Grundsätzlich sollte, bevor regelmäßige therapeutische Maßnahmen zwischen Betroffenen oder seinem Angehörigen und einem Therapeuten vereinbart werden, eine Probezeit vereinbaren. Vor allem dann, wenn die Therapie über einen längeren Zeitraum laufen muss bevor sich überhaupt Erfolge beim Betroffenen einstellen können. Man kann hier 2-4 Therapieeinheiten zu einem niedrigeren Festpreis als später die Therapieeinheit kosten würde, vereinbaren. Gute und seriöse Therapeuten gehen darauf ein. Lehnt ein Therapeut dieses Anliegen grundsätzlich ab, ist Vorsicht geboten. Oftmals geht es dann diesen Leuten in erster Linie nicht um`s Patientenwohl sondern um`s Eigenwohl, das Geld im eigenen Geldbeutel. Ein Therapeut sollte wissen was er kann und was er mit einer Therapiemaßnahme erreichen will und auch kann.

Cerebral geschädigte Menschen benötigen Reize, Stimulationen, ihr gewohntes Umfeld, alles Dinge die im Alltag auf Gesunde oft störend wirken. Der normale Lebensalltag kann dadurch bereits zu einer Therapiemaßnahme werden und diese ist dann auch noch kostenlos. Sich mit dem Betroffenen zu beschäftigen, ihn zu fördern, zu fordern ohne zu überfordern, ist bereits eine von Jedermann durchzuführende Therapiemaßnahme. Geduld, Liebe, Zuversicht und Zuwendung runden diese Maßnahme ab.

Reize setzen heißt nicht, dem Betroffenen Schmerz zuzufügen um eine Reaktion zu erhalten. Viele Ärzte sind der Meinung, ein Kniff in den Oberarm eines Betroffenen müsse Wirkung zeigen. Außer einem „blauen Fleck“ beim Betroffenen zeigt sich jedoch nichts. Reize setzen, das bedeutet Musik, das ist Klang, das ist aber auch Krach oder Lärm. Bei einem cerebral geschädigten Bauarbeiter kann z. Beispiel der „Lärm einer Baukreissäge“ Reaktionen hervorrufen. Vielleicht werden dabei Erinnerungen wieder wach und kann damit die mit cerebraler Schädigung eingetretene Lethargie zum Positiven beeinflussen. Muss nicht sein, kann so sein. Bei einem Schreiner kann das Geräusch eines „Akkuschrauber“ Reaktionen hervorrufen. So geschehen bei einem Wachkoma-Betroffenen. Es war deutlich und klar sichtbar, das der Betroffene sich auf das Geräusch zu konzentrieren versuchte. Mit jedem Versuch gelang es immer wieder und immer besser.
Man könnte auf weitere Reiz- und Stimulationsmögichkeiten eingehen. Stimulation ist auch eine Art der Reize. Es soll sich jedoch auf die Erklärung einzelner, oft nicht oder weniger bekannte Therapien beschränkt werden.

Die Erklärungen der Therapien sind bewusst von medizinischen Laien geschrieben, damit durch einfache aber verständliche Worte die Informationen zur Therapie auch verstanden werden können.
Erklärungen von Fachleuten sind vielfach absolutes „Kauderwelsch“ und unverständlich für einen Laien. Alle Therapien können jedoch bei Fachleuten hinterfragt werden.
Die Inhalte an dieser Stelle erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder fachlicher Qualität. Sie sollen lediglich informieren. Bevor Jemand eine dieser aufgeführten Therapien beginnt, sollte auf jeden Fall ärztlicher und therapeutischer Rat eingeholt werden.

Empfehlenswert

Sehr empfehlenswerte Therapie für alle sprachgestörten Menschen ist ein Aufenthalt in einem interdisziplinär intensiv logopädisch therapeutischen Zentrum. Es gibt leider zu wenige davon in Deutschland. In diesen Zentren erhält ein Betroffener täglich interdisziplinär = gleichzeitige Therapien von Physio- u. Ergotherapie und Logopädie, intensiv = mehrfach am Tag, alle Therapiearten. Schlaganfall-Betroffene sind oft bereits nach kürzester Zeit wieder in der Lage sich verbal zu artikulieren. Innerhalb von 4/5 oder 6 Wochen werden bei stationärem Aufenthalt täglich mehrmals diese Defizite mit dem Betroffenen bearbeitet. Tägliche Physio- und Ergotherapie tragen zum körperlichen Wohlbefinden bei. Dazu zweimal am Tag die logopädische Sitzung von je 45 Minuten runden das Programm ab. Aufgrund der hohen täglichen Intensität der Therapien über einen längeren Zeitraum stellen sich Erfolge bei den Betroffenen ein. Aphasiker, Wachkoma oder sonstig celebral Geschädigte finden in solchen Zentren eine sehr gute Möglichkeit , ihre Defizite erfolgreich zu verbessern. Kosten ab etwa 7.000 € für 4 Wochen stationäre Aufnahme / Betroffener plus Begleitperson Kostenübernahme durch Träger gut / bei richtiger Antragstellung zu 100%

Auskunft : Logozentrum Lindlar http://www.logozentrumlindlar.de/

Sonstiges

Im internet, unter Zuhilfenahme der Suchmaschine dort mit der Eingabe der gesuchten Therapie, z. Beispiel Physiotherapie, findet man in der Regel eine sehr große Anzahl von Hinweisen auf diese Therapieart. Interessant sind dort Hinweise bis zur 3.Seite. Weitere Informationen zu helfenden Therapiearten erhalten Suchende in der Regel bei den örtlichen Selbsthilfegruppen oder den Selbsthilfekontaktstellen. Auskünfte aus den Selbsthilfegruppen sind sehr empfehlenswert, da hier der Interessent gleichzeitig auch Erfahrungs- und Erfolgsberichte erhält.Niemand sollte sich daher scheuen oder schämen sich bei Selbsthilfegruppen Rat und Hilfe zu holen. Nicht der soziale Aspekt ist wichtig, sondern Hilfe und Unterstützung für Betroffene.